„Initiative Standort - Plattform für Leistung und Eigentum“ fordert Bürokratieabbau

Zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes
Die Initiative Standort – Plattform für Leistung und Eigentum ist ein Zusammenschluss von 13 Interessensverbänden, die sich gemeinsam für den Wirtschaftsstandort Österreich und Arbeitsplätze einsetzen. Die Träger der Plattform sind Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer, Handelsverband, Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Hoteliervereinigung, Verband Österreichischer Privatstiftungen, Haus- und Grundbesitzerbund, Raiffeisenverband, Landwirtschaftskammer, Land&Forstbetriebe, Bund der Steuerzahler, Rechtsanwaltskammer sowie die Österreichische Notariatskammer.
Dr. Günter Stummvoll, Sprecher der Initiative Standort – Plattform für Leistung und Eigentum

Strukturreformen müssen endlich in Angriff genommen werden

Ein starker Wirtschaftsstandort bedeutet Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit.

Jedoch fällt Österreich seit 2007 in internationalen Rankings stetig zurück. Was die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von Unternehmen, das bestehende Regulierungsumfeld sowie Reformschritte betrifft, liegt Österreich laut Weltbank derzeit nur auf Rang 21, laut aktuellem IMD-Ranking sogar nur auf Platz 25.

Mit unsere Initiative wollen wir uns zum Wirtschaftsstandort Österreich bekennen aber uns gleichzeitig auch sehr deutlich gegen die standortfeindliche, überbordende Bürokratie zur Wehr setzen. Strukturreformen müssen endlich in Angriff genommen werden – Entbürokratisierung stellt einen Schlüsselfaktor bei der Stärkung und nachhaltigen Sicherung des Standortes dar.

Für Wettbewerb und Wachstum dringend in Form kommen

Das notarielle Selbstverständnis ist der Ausgleich von Wissensdefiziten, die Schaffung von fairen Bedingungen für alle Vertragsparteien – ob es sich um den Kauf einer Wohnung, die Gründung eines Unternehmens oder die Vorsorge in Form eines Testaments handelt. Gerade wenn alles immer schneller und damit vermeintlich einfacher wird, ist es wichtig, einen solchen Partner zu haben. Die österreichischen Notarinnen und Notare stehen für Recht und Rechtssicherheit – auch in einer digitalen Welt.

Für den Wirtschaftsstandort Österreich ist es dringend notwendig, für Wettbewerb und Wachstum in Form zu kommen. Die Basis muss eine schlanke Ordnung sein, die klare Regeln und verlässliche Grundlagen für ein erfolgreiches Wirtschaften schafft. Die österreichischen Notarinnen und Notare stehen Unternehmern und Bürgern beratend zur Seite, damit diese sich voll und ganz auf ihre Ziele konzentrieren können.

Dr. Michael Umfahrer, Präsident der Österreichischen Notariatskammer (ÖNK)
Dr. Oliver Ginthör, Präsident des Bundes der Steuerzahler (VÖS)

Steuerliche Kritikpunkte aus der Praxis heraus erfahren

Der europa- und weltweit vernetzte „VÖS – Bund der Steuerzahler“ sieht sich als Anwalt der Steuerzahler und zeigt Verschwendung von Steuergeldern auf. Er erstellt Vorschläge zur Steuersenkung, Steuergerechtigkeit und Steuervereinfachung, aktuell bemüht er sich um die Abschaffung der „kalten Progression“. Der „VÖS – Bund der Steuerzahler“ sieht in der Initiative Standort ein sehr gutes Gremium, um einerseits steuerliche Kritikpunkte aus der Praxis heraus zu erfahren und andererseits diese doch mit einigem politischem Gewicht, aber parteiunabhängig an die politischen Entscheidungsträger heranzutragen.

Vereinfachungen im unternehmerischen Alltag sind notwendig

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer vertritt die Interessen von mehr als 5.600 Steuerberatern und knapp 2.000 Wirtschaftsprüfer. Dazu kommen noch rund 3.500 Berufsanwärter.

Wir arbeiten mit 95 % der österreichischen Unternehmen zusammen und erleben in der Arbeit mit unseren Klienten täglich wo der Schuh besonders drückt. Diese Expertise bringen wir gerne in die Aktionsplattform ein, um gemeinsam im Interesse der Wirtschaft Vereinfachungen im unternehmerischen Alltag erreichen zu können.

Wachstum und Beschäftigung nachhaltig stärken

Die Industriellenvereinigung ist die freiwillige und unabhängige Interessenvertretung der österreichischen Industrie und der mit ihr verbundenen Sektoren. Seit 1946 nimmt die IV an allen Gesetzwerdungsprozessen als anerkannter Partner der Politik teil. Eine Bundesorganisation, neun Landesgruppen und das Brüsseler IV-Büro vertreten die Anliegen ihrer aktuell mehr als 4.400 Mitglieder aus produzierendem Bereich, Kredit und Versicherungswirtschaft, Infrastruktur und industrienaher Dienstleistung – in Österreich und Europa. Die IV-Mitglieder repräsentieren mehr als 80 Prozent der heimischen Produktionsunternehmen. In der politischen und öffentlichen Diskussion braucht es starke wirtschaftspolitische Stimmen, die sich für die Interessen des Standorts einsetzen. Denn ein wettbewerbsfähiger, zukunftsorientierter Arbeits- und Wirtschaftsstandort ist Basis für den ökonomischen Erfolg und damit auch für den sozialen Zusammenhalt in einem Land. Die Initiative Standort setzt sich dafür ein, Wachstum und Beschäftigung nachhaltig zu stärken – und zwar zum Wohl der Menschen in Österreich.

Es braucht zukunftsorientierte und wirtschaftsfreundliche Standortpolitik

Die Wirtschaftskammer Österreich ist die gesetzliche Vertretung der gewerblichen Wirtschaft in Österreich mit den Prioritäten Interessenvertretung, Service und Bildung für rund 506.000 Mitgliedsbetriebe.

Die österreichischen Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfolgreich, weil sie auf Qualität und Exzellenz setzen. Als Wirtschaftskammer wollen wir die Innovationskraft noch stärken und für die Unternehmen jene Freiräume schaffen, die Kreativität erst ermöglichen. Nur so können wir alle, kann der Standort Österreich in der Liga der Weltbesten mitspielen.

Dr. Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO)
Dr. Stephan Mayer-Heinisch

Höchste Zeit für neue Ansätze

Der österreichische Handel steht für Qualität und Sicherheit, er spendet Lebensqualität, sichert die Versorgung der Bevölkerung und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Damit das so bleibt, ist der Handelsverband – als Sprecher und Partner der heimischen Handelsunternehmen – seit 1921 als freie Interessensvertretung, Innovationsplattform und Technologie-Think Tank aktiv, um seine Mitglieder bestmöglich zu unterstützen.

Österreich ist ein Land der hohen Steuern, der extremen Regulierung und der Bürokratie. Händler, die in Zeiten des digitalen Wandels im globalen Wettbewerb stehen, sehen sich mit immer neuen Auflagen und Gesetzen konfrontiert, die ihre Entwicklung behindern. Höchste Zeit für neue Ansätze. Wir brauchen mehr Exzellenz, ein durchlässiges Schulsystem, weniger Föderalismus und eine Senkung der Steuerbelastung insbesondere für mittelständische Unternehmen – daher engagieren wir uns in der Initiative Standort.

Bürokratieabbau für österreichische Land- und Forstwirtschaft dringend notwendig

Die Land&Forst Betriebe Österreich verfolgen als freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter das Ziel, Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren Tätigkeit und Verantwortung zu schaffen.

Die Fundamente für die Erbringung nachhaltiger Leistungen aus Land- und Forstwirtschaft für die Gesellschaft sind Eigentum, Vererbung in der Familie und stabile rechtliche Rahmenbedingungen. Vielfach gefährden jedoch die zunehmenden Verwaltungsauflagen und -aufgaben die Zukunftsfähigkeit der Betriebe. Ein Bürokratieabbau ist auch für die österreichische Land- und Forstwirtschaft dringend notwendig. Damit könnte man viel Druck von den heimischen Betrieben nehmen und den Erhalt und die Weiterentwicklung der ländlichen Regionen im Sinne der Gesellschaft sicherstellen. Die Land&Forst Betriebe Österreich unterstützen die Aktionsplattform Leistung und Eigentum, da unsere Betriebe in der Verantwortung für ihren Grund und Boden untrennbar mit dem Wirtschaftsstandort Österreich verbunden sind.

DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich (LFBÖ)
Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich (LKO)

Kompetenzzersplitterung verhindert Wertschöpfung

Die Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) ist die Dachorganisation der neun Landwirtschaftskammern und ist als Verein eingerichtet. Als gesetzliche Interessenvertretung arbeitet die Landwirtschaftskammer Österreich an einer optimalen Umsetzung und Ausgestaltung wichtiger Rahmenbedingungen für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sowie zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft.

Die Landwirtschaftskammer Österreich ist die österreichische Stimme der Land- und Forstwirtschaft nach außen, ein proaktiver Koordinator und Dienstleister, Impulsgeber, Sozialpartner und Expertenforum. Ein wesentliches Kernziel der LKÖ-Strategie ist die Rolle der Landwirtschaftskammer Österreich als wichtige Plattform und Vertretung der land- und forstwirtschaftlichen Grundeigentümer in Österreich.

Leistung und Eigentum entsprechen den Grundwerten von Raiffeisen

Der Österreichische Raiffeisenverband ist Interessenvertretung und Revisionsverband für die Österreichische Raiffeisen-Gruppe.Weiters führt er den Raiffeisen Campus und ist Herausgeber der Raiffeisenzeitung.

Leistung und Eigentum entsprechen den Grundwerten von Raiffeisen, daher engagieren wir uns in der Aktionsplattform.

Dr. Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV)
Dr. Martin Prunbauer, Präsident des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbundes (ÖHGB)

Gemeinsam Themen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik wirksam positionieren

Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) ist eine Interessenvertretung zum Schutz und zur Verteidigung des Privateigentums mit dem Ziel, Anschaffung, Erhaltung und Bewirtschaftung sowie Weitergabe von Immobilien zu ermöglichen. Die in den einzelnen Bundesländern eingerichteten Landesverbände stellen ihren Mitgliedern umfassende Serviceleistungen und Informationen (Rechtsberatung, Seminare etc.) zur Verfügung.

Der ÖHGB ist seit Gründung der Aktionsplattform im Herbst 2014 deren Mitglied. Wir sind davon überzeugt, dass im geeinten Auftritt mit anderen Interessenvertretungen gemeinsam verbindende Themen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik wirksam positioniert werden können.

Damit sich Investitionen auszahlen muss Eigentum leistbar bleiben

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ist die parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung für 1.400 Top-Hotels mit 40.000 MitarbeiterInnen: Sie schafft Rahmenbedingungen für erfolgreichen Tourismus. Wie groß der Bedarf an einer fokussierten Interessenvertretung für die Qualitätshotellerie ist, zeigt das dynamische Mitgliederwachstum: Die ÖHV stellt Mitgliederrekord um Mitgliederrekord auf.

Unbestritten ist der Mehrwert des ÖHV-Lobbyings für vor- und nachgelagerte Branchen – von Architekten, Tischlern und Installateuren über Innenausstatter und Verkehrsbetriebe wie Seilbahnen bis hin zu Händlern, Fleischern, Bäckern, Gastronomen und Sport- und Freizeitbetrieben wie Kulturinstitutionen, die von Aufträgen der Hoteliers oder den Ausgaben ihrer Gäste leben. Die ÖHV investiert in dieses wichtige Zusammenspiel der österreichischen und der internationalen Wirtschaft und engagiert sich daher in der Initiative Standort. Erstens damit sich Arbeiten in Österreich für beide Seiten auszahlt. Und zweitens, damit sich Investitionen auszahlen: Eigentum muss leistbar bleiben.

Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV)
Dr. Cattina Leitner, Präsidentin Österreichischer Stiftungsverband

Österreichischer Stiftungsverband

Stiftungen sind der unbekannte, bisher völlig unterschätzte Standortfaktor für unternehmerische Aktivitäten in unserem Land: Stiftungen richten ihr eigenes Wirtschaften auf Kontinuität aus, ohne dabei festzufahren. Sie sind kein passiver Ort des Hortens niedrigverzinster Werte, sondern werden zunehmend aktive und nachhaltige Investorinnen. Denn die Stiftung ist nicht nur Unternehmensträger- und Familienstiftungen, sondern schließt neben Kulturstiftungen auch die betrieblichen Stiftungen mit ein, was mir besonders wichtig ist. Für diese Akteurinnen möchte ich als Präsidentin des Österreichischen Stiftungsverbands starke Stimme in unserem Land sein. Ich möchte in meiner Funktion um Verständnis werben und zuhören – nicht nur unseren Mitgliedern, sondern gerade auch unseren Kritikern.

Es geht mir darum, der Politik die Augen für die immense Bedeutung des Stiftungswesens zu öffnen. Gerade in Zeiten, in denen sich die europäische Politik Gedanken über den „Ausverkauf“ von geistigen Eigentum nach China und anderen boomenden Weltreligionen macht und die Angst vor den sogenannten „Heuschrecken“ allgegenwärtig ist, sind notwendige Verbesserungen für das Stiftungswesen auf die politische Tagesordnung zu setzen. Denn sie sind die überzeugende Medizin gegen die Entwurzelung von Wirtschaftsgütern und die Abwanderung von Vermögen.

Dazu ist zu bedenken, dass Österreich – gewollt oder nicht – im Wettbewerb mit anderen Rechtsordnungen steht, die um die Gunst von „unseren“ Stiftern und deren Vermögen buhlen.

 

Die Plattform für Leistung und Eigentum ist eine breit aufgestellte Organisation, deren Ziele sich mit jenen der österreichischen Stiftungen decken. So kann ein konstruktiver Dialog gelingen, der vor allem ein Hauptanliegen haben sollte: Eigentum und Leistung eine österreichische Heimat zu geben. 

Zugang zum Recht sicherstellen

Die österreichischen Rechtsanwälte sind Partner der Bürger und der Wirtschaft in allen rechtlichen Angelegenheiten. Der ÖRAK als Dachorganisation setzt sich für Rechtsstaatlichkeit, einen niederschwelligen Zugang zum Recht und den Schutz der Grund- und Freiheitsrechte ein.
Wir tun das, weil der Rechtsstaat nicht nur das Fundament unseres demokratischen, friedlichen Zusammenlebens bildet, sondern auch unsere Berufsgrundlage darstellt. Rechtssicherheit und Rechtsfrieden sind wesentliche Voraussetzungen für eine florierende Wirtschaft.

Wir wollen Österreich zum besten Rechtsstaat Europas machen und damit einen entscheidenden Vorteil im europäischen Standort-Wettbewerb sicherstellen. Dafür braucht es gemeinsame Anstrengungen aller Berufe und Institutionen, die sich im Rahmen der Aktionsplattform engagieren.

Dr. Rupert Wolff, Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages (ÖRAK)
Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Östterreich (WKO)

Durch nachhaltige Reformen den Standort Österreich stärken.

Die Wirtschaftskammer Österreich ist die gesetzliche Vertretung der gewerblichen Wirtschaft in Österreich mit den Prioritäten Interessenvertretung, Service und Bildung für rund 506.000 Mitgliedsbetriebe.

Die österreichischen Betriebe stellen sich jeden Tag mit hoher Qualität, mit Leidenschaft und Innovationen dem Wettbewerb. Sie und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schaffen Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und Wohlstand in unserem Land. Damit sie erfolgreich sein können, unterstützt sie die Wirtschaftskammer-Organisation tatkräftig: Mit umfassendem Service und Beratung, mit einer nachhaltigen und starken Interessenpolitik. Wir stehen für nachhaltige Reformen, welche die Unternehmen – von bürokratischen Anforderungen bis zu Steuern und Abgaben – entlasten und den Standort Österreich stärken.